Ressourceneffiziente Produkte

Für Schmalz ist effizienter Umgang mit begrenzten Ressourcen wie Material und Energie ein zentrales Unternehmensziel. Einen besonderen Schwerpunkt legt Schmalz dabei auf seine Produkte: Neben wegweisender Innovation, höchster Qualität und maximaler Energie effizienz ist der CO2-Fußabdruck eines Produkts ein wichtiger Gradmesser für dessen Ressourceneffizienz. Schmalz minimiert die Einflussfaktoren auf den sogenannten Product Carbon Footprint in allen Phasen des Produkt lebenszyklus. Die CO2-Belastung eines Schmalz Produkts ist daher wesentlich geringer als die vergleichbarer Produkte am Markt.

Schematische Darstellung der Entwicklung des Product Carbon Footprint (PCF) im Verlauf des Produktlebenszyklus:

Entwicklung der CO2-Emissionen im Verlauf des Produktlebenszyklus (Product Carbon Footprint)

Produktentstehung

Die bei der Entstehung eines Produkts anfallenden CO2-Emmissionen unterliegen zu großen Teilen den konstruktiven Eigenschaften eines Produkts. So werden beispielsweise eingesetzte Materialien und angewandte Fertigungstechniken sowie der spätere Energiebedarf bereits in der Entwicklung und Konstruktion eines Produkts festgelegt. Damit werden wesentliche Einflussfaktoren auf den Product Carbon Footprint bereits bestimmt, lange bevor mit der Produktion des ersten Teils begonnen wird.

Schmalz setzt bei der Produktentwicklung auf modernste Verfahren. Konstruktionsvarianten werden analysiert und verglichen, um den Anteil an energieintensiven Materialen sowie energieintensiven Fertigungsprozessen zu reduzieren. Zudem werden bei der Neuentwicklung von Produkten bereits im Pflichtenheft klare Umweltziele definiert, zum Beispiel durch die Vorgabe von Energiewerten.

Zur Herstellung eines Produkts zählen für Schmalz alle Vorgänge, die dem Wertschöpfungsprozess zuzuordnen sind – auch die vorgelagerten. Hierzu auditiert Schmalz regelmäßig seine Lieferanten, schult und berät in Fragen der Ressourceneffizienz und bindet die wichtigsten Partner im Rahmen des Schmalz Wertschöpfungssystems unmittelbar in den eigenen Produktionsablauf mit ein. So gelingt es, Einkaufsteile und Baugruppen bereits mit einer geringen CO2-Belastung zu beschaffen.

Weil Schmalz die eigene Produktion bereits heute CO2-neutral betreibt, wird der Product Carbon Footprint im Herstellungsprozess nicht weiter erhöht. Bezieht man das im Gesamtunternehmen erwirtschaftete CO2-Guthaben in die Betrachtung mit ein, so werden die Produkte im Hause Schmalz sogar wieder um einen Teil ihres bereits angesammelten CO2-Fußabdrucks entlastet.

Auch die Logistikprozesse werden betrachtet und optimiert. Auf der Beschaffungsseite setzt Schmalz verstärkt auf Zu lieferer aus der Region. Hierdurch entfallen unnötige Transportwege. Für den Transport des Produkts zum Kunden nutzt Schmalz CO2- optimierte Versandmethoden, beispielsweise den GoGreen-Versand von DHL.

Beispiel für ressourceneffiziente Produktentstehung

Gutes noch besser machen – das ist eines der wichtigsten Ziele in der Produktentwicklung bei Schmalz. So arbeitet beispielsweise der Grundejektor SBPL mit der hocheffizienten Eco-Düsentechnologie. Das bedeutet höchste Energieeffizienz bei der Handhabung luftdichter und poröser Werkstücke und ein wesentlich höheres Saugvermögen im Vergleich zum Vorgänger SEM. Luftverbrauch und Schallpegel sind beim SBPL deutlich niedriger. Auch beim Materialeinsatz überzeugt der SPBL: Anstatt aus Aluminium werden Grundkörper und Düsensystem beim neuen Grundejektor nun aus extrem robustem, leichtem Kunststoff gefertigt. Die Variante mit 0,8 kg ist im Vergleich zum SEM um rund 45% leichter. Dank modularem Produktdesign lässt sich der Vakuum-Erzeuger SBPL einfach und schnell warten. Und auch ein Blick auf die CO2-Bilanz lohnt sich: Einsparungen bei Material und Gewicht verbessern die Bilanz um rund 65%.

Produktbetrieb und Industrie 4.0

eim Betrieb von Produkten im Bereich der Vakuumtechnik ist insbesondere der effiziente Umgang mit den Ressourcen Druckluft und Strom bedeutend. Schmalz konzipiert seine Produkte so, dass nur die Energie verbraucht wird, die für den tatsächlichen Handhabungsvorgang benötigt wird. Energieverbrauch in Stillstands- und Nebenzeiten wird vermieden.

Intelligente Produkte ermöglichen zudem die Prozesskommunikation mit den Steuerungssystemen des Anwenders und justieren so alle Prozessparameter für einen energieoptimierten Betrieb.

Die Basis für solche Funktionen ist, dass alle relevanten Prozessdaten in Echtzeit zur Verfügung stehen. Schmalz bietet hierfür eine ganze Bandbreite an sogenannten Smart Field Devices: Sie sind mit umfassenden Funktionen zur Energie- und Prozesskontrolle ausgestattet, sammeln Daten, speichern sie und stellen sie im Netzwerk bereit. Anhand ihrer Diagnose- und Prognosefunktionen leiten sie Informationen über den Zustand der Anlage ab und erkennen schleichende Veränderungen oder drohende Ausfälle. Mit solchen Produkten unterstützt Schmalz seine Kunden auf dem Weg zur Industrie 4.0 – dem Wandel hin zur intelligenten Fabrik. Eine immer stärkere Vernetzung führt dabei zur Auflösung der klassischen Automatisierungspyramide. Vakuum- Erzeuger wie der Kompaktejektor X-Pump rücken in den Mittelpunkt einer Automatisierungscloud, in der intelligente Geräte und Dienste miteinander kommuni zieren und sich selbst organisieren.

Hierarchischer Aufbau in der klassischen Kommunikationspyramide und künftige Kommunikation in der Automatisierungscloud
Hierarchischer Aufbau in der klassischen Kommunikationspyramide und künftige Kommunikation in der Automatisierungscloud

Intelligenter Vakuum- und Druckschalter VSi

Wie intelligente Smart Field Devices dabei unterstützen, Prozesse effizienter zu gestalten, zeigt Schmalz mit dem neuen Vakuum- und Druckschalter VSi. Er misst und überwacht nicht nur Unter- und Überdruck in Automatisierungs- und Handlingsystemen, sondern stellt den Anwendern auch wichtige Daten zur Verfügung. Dank NFC (Near Field Communication) können beispielsweise Prozesseinstellungen oder die Bedienungsanleitung auch mit einem Smartphone oder Tablet angezeigt werden – direkt an der Anlage, ohne Kabel, nach wenigen Sekunden und nutzerfreundlich dargestellt.

Vakuum-Handhabung ohne externe Energiezufuhr

Vakuum-Handhabung ohne externe Energiezufuhr

Das modular aufgebaute Vakuum-Hebegerät VacuMaster Eco ermöglicht eine Vakuum-Erzeugung ohne externe Energie zufuhr. Der Auf- und Abbau des Vakuums wird über die Hubbewegung des Kettenzugs realisiert, an dem der VacuMaster aufgehängt ist. Dadurch ist der Betrieb eines externen Vakuum-Erzeugers überflüssig und die Betriebs kosten sind minimal. In einer Technologiestudie hat Schmalz dieses Prinzip auch auf verschiedenste Greifer in automatisierten Handhabungsprozessen übertragen.

Funkfernsteuerung für Vakuum-Schlauchheber

Funkfernsteuerung SRC für Vakuum-Schlauchheber
Funkfernsteuerung SRC für Vakuum-Schlauchheber

Die Vakuum-Schlauchheber Jumbo können mit der Funkfernsteuerung SRC ausgerüstet werden. Diese ermöglicht das Ein- und Ausschalten des Vakuum-Erzeugers in Arbeitspausen direkt am Bedienelement. Durch den Einsatz von Energy Harvesting wird keine Fremdenergie zur Funksteuerung benötigt. Die Energie wird über den piezoelektrischen Effekt (Drücken des Knopfs) oder durch photoelektrische Effekte (integrierte Solarzelle) gewonnen und in ein Funksignal umgewandelt. Beim Betrieb eines Schlauchhebers mit der Funkfernsteuerung SRC werden bis zu 40 % Energie eingespart.

Produktverwendung nach der Nutzungsphase

Aufbau eines recyclingfähigen Sauggreifers
Aufbau eines recyclingfähigen Sauggreifers.

Um den Produktlebenszyklus ressourcenschonend abzuschließen, wird bereits in der Produktentstehung auf die Trennbarkeit der einzelnen Materialien geachtet. Beispielsweise lässt sich bei speziellen Sauggreifern das Elastomerteil mühelos vom Anschlussteil aus Aluminium trennen. Weil es sich beim Elastomer um ein Verschleißteil handelt, kann dieses ohne Weiteres ersetzt werden, ohne dass der gesamte Sauggreifer neu gekauft werden muss. Gleichermaßen kann durch die Trennung beider Komponenten eine fachgerechte Entsorgung beider Materialien erfolgen.