Besseres Betriebsklima dank ergonomischem Heizkörper-Handling

Die Zehnder Gruppe ist Spezialist für komfortable und energieeffiziente Raumklimalösungen. Auch in Sachen Betriebsklima ist das Unternehmen innovativ: Im schweizerischen Werk Gränichen haben die Mitarbeiter früher bis zu 80 Kilogramm schwere Radiatoren von Hand auf Paletten gestapelt – das dauerte und war sehr anstrengend. Seit geraumer Zeit greift Vakuumtechnik aus dem Hause Schmalz ihnen unter die Arme. Der Vakuum-Schlauchheber JumboErgo hebt die Heizkörper nun in die gewünschte Position – ergonomisch, zur Zufriedenheit der Beschäftigten und mit deutlichem Zeitgewinn.

Dank Vakuum-Schlauchheber und Aluminium-Kran lassen sich die schweren Heizkörper einfach und gesundheitsschonend transportieren.
Der einem Motoradgriff nachempfundene Bedienbügel ermöglicht eine feinfühlige und zielgenaue Bewegung der Last.
Die an einer Traverse befestigten Sauggreifer lassen sich schnell verschieben und somit mühelos an größere Werkstücke anpassen.

In den 1920er Jahren brausten viele Schweizer auf ihrem „Zehnderli“ durch die schöne Alpenlandschaft. Das Leichtmotorrad war das erste Massenprodukt des 1895 von Jacob Zehnder als mechanische Werkstatt gegründeten Unternehmens. 1930 gelang den Gründersöhnen mit der Erfindung des ersten Stahlradiators als Heizkörper der Einstieg in ein neues Geschäftsfeld. Die Radiatoren wurden zu einem Verkaufsschlager. Heute ist Zehnder Komplettanbieter von Heizkörpern, Konvektoren, Heizwänden und weiteren Systemen für komfortables Wohnraumklima.

Rund 3.100 Mitarbeiter weltweit bedienen Kunden aus den Bereichen Sanitär, Heizungs- und Lüftungsbau aus aller Welt. Die wichtigste Produktgruppe sind Heizkörper, die in die Schweiz, nach Deutschland, Frankreich, Polen, in die USA und nach China geliefert werden. Die 300 Mitarbeiter am Standort Gränichen im Schweizer Kanton Aargau fertigen davon rund 80.000 Stück pro Jahr.

Probleme gab es dabei in der Kommissionierung, wenn es darum ging, die in Karton verpackten und in Plastikfolie eingeschweißten Radiatoren vom Verpackungsband auf Paletten zu transportieren. Die Mitarbeiter mussten die Produkte alleine oder zu zweit heben und sauber ablegen. Für schwerere Heizkörper mit Gewichten von bis zu 80 Kilogramm setzte Zehnder einen Kran und Gurte ein. Dieser Prozess war zeitaufwändig und körperlich anstrengend. Mitarbeiter für die Kommissionierung wurden daher nach Kraft und Fitness eingestellt. Dennoch war die Belastung bei einer Tagesleistung von mehr als zwei Tonnen deutlich zu hoch.

„Arbeitserleichterung für Mitarbeiter“ lautete das Projekt, mit der die Geschäftsleitung schließlich nach ergonomischeren Lösungen suchte. Es folgten Tests mit mechanischen Greifern und anderen Sonderlösungen. Allerdings konnten die Ergebnisse nicht überzeugen. Das Aufnehmen der Last und die Bewegung verliefen zu langsam und immer noch umständlich. Darüber hinaus waren die eingesetzten Geräte sehr teuer. Einen ersten Lichtblick gab es auf einer Fachmesse im Zürich, als ein Zehnder-Mitarbeiter den Stand der Schmalz GmbH entdeckte. Der Vakuum-Spezialist stellte unter anderem seine Vakuumheber aus und weckte damit das Interesse des Heizkörperproduzenten. Der erste Kontakt war hergestellt.

Schnell bestellt und fix geliefert

Guido Bertschy, Systemberater bei Schmalz,  nahm sich der Herausforderung an und lieferte schon bald einen Lösungsvorschlag. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir das Gerät einen Tag lang testen durften“,  berichtet Daniele Abbatiello, Leiter Oberflächentechnik/Verpackung bei Zehnder. Mehrere Mitarbeiter, darunter auch Betriebsleiter Felix Meyer, prüften den Vakuum-Schlauchheber samt Kran auf Herz und Nieren. Die Ergebnisse waren beeindruckend. „Als Schmalz den Schlauchheber am nächsten Tag abholen wollte, waren meine Mitarbeiter gar nicht erfreut. Daher haben wir uns entschieden, gleich zu bestellen mit der Bitte, schnell zu liefern. Das hat sehr gut funktioniert“, schildert Abbatiello, der auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zufrieden ist.

Schmalz lieferte den Vakuum-Schlauchheber JumboErgo mit einer Tragkraft bis 110 Kilogramm und eine leichtgängige Aluminium-Krananlage. Mit der Abmessung 18 x 7,8 Meter ist sie sehr flexibel und deckt einen großen Einsatzbereich in der Kommissionierung ab. Die Hebegeräte eignen sich für eine Vielzahl von Materialien, machen das Lastenhandling schneller und sicherer und schonen Mensch und Material. Sie überzeugen zudem durch ihre ergonomische Bauweise. Der Drehgriff des JumboErgo ist einem Motorrad-Gasgriff nachempfunden. Damit lassen sich auch große und schwere Lasten feinfühlig und zielgenau bewegen. Anwender können die Länge des Bedienbügels frei wählen. So ist immer ein ausreichender Sicherheitsabstand zur Last gegeben. Krane von Schmalz sind in Aluminium ausgeführt und deswegen besonders leicht. Als Systemlieferant passt sie der Vakuum-Spezialist speziell auf die Traglasten der Vakuumheber an. Beide Komponenten sind modular ausgelegt: Sie lassen sich dadurch flexibel in das jeweilige Arbeitsumfeld integrieren.

Funkfernsteuerung spart Energie

Zehnder ist mit der Leistung der Schmalz-Lösung vollauf zufrieden. „Über den Schnellwechseladapter rüsten wir verschiedene Greifer in kurzer Zeit um. Ausgelegt sind diese für verschieden große Packstücke. Zum einen nutzen wir einen Doppelsauggreifer mit verschiebbaren Saugern auf einer Traverse“, beschreibt Daniele Abbatiello. Beim Transport von eingeschweißten Radiatoren bringt die zweite Variante, ein Sauggreifer mit flexibler Dichtlippe, entscheidende Prozessvorteile durch schnelles und sicheres Heben. Außerdem hat sich Zehnder für eine Schalldämmbox mit geringer Geräuschentwicklung entschieden. Als positiv wertet Abbatiello auch die Funkfernsteuerung, mit der die Mitarbeiter das Gerät schnell aus- und einschalten können.

Anfangs waren die Bediener etwas zaghaft, weil schwere Lasten ohne Absicherung durch Gurte in der Halle schwebten. Diese Skepsis ist längst verflogen. „Das Vertrauen war schnell gewonnen, und heute will niemand mehr von Hand heben“, weiß Abbatiello. Die Prozesse in der Kommissionierung haben sich deutlich verbessert. Ein zweiter Mitarbeiter, der früher zum Tragen gebraucht wurde, kann sich heute anderen Tätigkeiten widmen. Zudem schont das System von Schmalz  die Gesundheit der Belegschaft. „Wir führen zwar keine Statistik. Aber meine Kollegen haben mir versichert, dass sie sich heute nach der Arbeit fitter fühlen als früher“, sagt Daniele Abbatiello.

Großen Wert legt Zehnder auf einen kompetenten After-Sales-Service seiner Lieferanten. Die Anlage läuft seit fast zwei Jahren problemlos. „Für uns ist es dennoch wichtig, dass wir einen zuverlässigen Ansprechpartner haben und Ersatzteile schnell verfügbar sind. Diesbezüglich ist die Zusammenarbeit mit Schmalz angenehm und unkompliziert“, wertet Abbatiello. Von der ersten Besprechung über die Tests bis zur Auslegung und Abnahme war der Kontakt zu Herrn Bertschy eng und vertrauensvoll. Auch die Geschäftsleitung verbucht das Projekt mit Schmalz als Erfolg. Eine weitere Anlage ist bereits für eine andere Abteilung angeschafft worden. Die Ergonomie in der Kommissionierung und die Arbeitsplatzgestaltung haben sich spürbar verbessert. „Früher haben wir diesen Bereich bei Besuchen immer ein wenig versteckt. Heute ist die Schmalz-Lösung fester Bestandteil von Kundenführungen durch unsere Produktion“, betont der Abteilungsleiter.

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