Vakuumtechnik von Schmalz: Türöffner zum Kostensparen

Die Schweizer RIWAG AG ist seit Jahren erfolgreich in der Welt der Türen unterwegs. Rund 800 Stück entstehen jede Woche, auf Kundenwunsch maßgeschneidert. Um die Prozesse effizienter zu gestalten und den Automatisierungsgrad weiter zu steigern, hat das Unternehmen eine neue Bearbeitungsanlage in Betrieb genommen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Vakuum-Komponenten von Schmalz. Das Flächengreifsystem FMP sorgt dafür, dass die Türen zuverlässig gehandhabt werden und senkt gleichzeitig die Prozesskosten.

Mit dem Flächengreifsystem FMP von Schmalz optimiert RIWAG die Abläufe beim Türenhandling.
Die Schweizer RIWAG AG fertigt pro Woche 800 Türen. Eine neue Bearbeitungsanlage steigerte den Automatisierungsgrad und gestaltet die Prozesse effizienter. Teil des Konzepts ist ein Flächengreifsystem von Schmalz.
Das Flächengreifsystem FMP hebt die auf Paletten angelieferten Türen in die CNC-Maschine.
In der Maschine werden die Türen geschliffen, lackiert, getrocknet, etikettiert und sortiert.

Im Jahr 1943 gegründet, spezialisierte sich die Schreinerei Rickenbach und Wiget zunächst auf Furnierarbeiten. Mitte der 1970er entstand die erste Haustür – der Grundstein für den späteren Unternehmenserfolg war gelegt. In der Folgezeit gab es eine Reihe von Erweiterungen und es erfolgte ein kontinuierlicher Ausbau des Portfolios. Seit 2014 ist RIWAG in dritter Generation familiengeführt. Das Unternehmen agiert als verlässlicher Partner, der seine Kunden von der Planung bis zur Türmontage begleitet. In Arth im Kanton Schwyz entstehen Außen- und Innentüren, Holz-Metall-Türfronten, Brand-, Rauchschutz- und Schalldämmtüren sowie Blendrahmen und verglaste Trennwände.

RIWAG beschäftigt 65 Mitarbeiter und besitzt 109 Zulassungen für die verschiedenen Schutzarten. Die Türen werden im eigenen Labor getestet. Aus den Abmessungen erstellt ein Mitarbeiter ein CNC-Programm, das die spätere Bearbeitung regelt. Eine Herausforderung ist die große Variantenvielfalt. Deswegen sind die Schweizer stets bestrebt, Prozesse weiter zu automatisieren. Handlungsbedarf bestand beim Schleifen und Lackieren der Türen. Das erfolgte bis dato manuell, ein externer Malerbetrieb übernahm die Tätigkeiten. „Wir haben einen Weg gesucht, diese Schritte zu automatisieren und eine Firma beauftragt, eine Anlage nach unseren Vorstellungen zu konstruieren“, schildert Remo Albisser, Projektleiter Maschinen bei RIWAG.

Schmalz liefert die komplette Vakuumtechnik

Die Handhabung der Türen sollte mittels Vakuumtechnik erfolgen. Einen geeigneten Partner brauchte Remo Albisser nicht lange zu suchen. Schmalz genießt bei RIWAG seit Jahren einen guten Ruf. Komponenten aus Glatten kommen in verschiedenen Maschinen zum Einsatz und arbeiten zur Zufriedenheit der Schweizer. „Schmalz ist mittlerweile der Lieferant für jegliche Vakuumtechnik im Betrieb“, sagt Albisser. Der Dichtschaum des Greifers silikonfrei und erfüllen damit eine wesentliche Anforderung der Türenspezialisten. Für RIWAG ist es auch wichtig, die Anzahl der Lieferanten möglichst gering zu halten, um die Einheitlichkeit zu wahren und die Kommunikation zu vereinfachen. Entsprechend schnell waren sich die Projektpartner dann einig, die Mitarbeiter von Schmalz in der Schweiz empfahlen den Einsatz des Flächengreifers FMP.

Energie effizient genutzt

Schmalz hat diesen als Universalgreifer zur Handhabung von Werkstücken unabhängig von Größe und Geometrie, des Materials und der Oberfläche entwickelt. Tests haben bewiesen, dass die FMP-Baureihe eine um durchschnittlich 86 Prozent höhere Saugkraft als vergleichbare Greifer am Markt erzeugt. Bei RIWAG kommen 16 FMP-Greifer samt Ventilen und entsprechenden Federstößeln zum Einsatz. Durch eine Strömungsoptimierung wird die eingesetzte Energie effizient genutzt, was die Betriebskosten nachhaltig senkt. Weil RIWAG Türen in vielen verschiedenen Varianten mit unterschiedlichen Abmessungen produziert, musste auch die Vakuumtechnik besonders flexibel ausgelegt sein: Anstatt weniger großer arbeiten viele kleine Saugstellen am Greifer. Dieser kann so die unterschiedlichen Geometrien zuverlässig erfassen. Die Ventile schalten das Vakuum nur nach Bedarf an den geforderten Stellen. Dies macht die Lösung besonders energieeffizient.

Produktivität gesteigert

Die Türen werden auf Paletten an die Anlage geliefert und dort vermessen. Anschließend hebt sie das Greifsystem in die Maschine, in der sie geschliffen, lackiert, getrocknet, etikettiert und sortiert werden. Ein weiterer Greifer führt die Türen am Ende der Anlage wieder auf Paletten zurück. Die Entscheidung, diese Bearbeitung mittels Vakuumtechnik zu automatisieren, hat sich für RIWAG ausbezahlt. „Das Türen-Handling läuft absolut sicher. Dies ermöglicht uns ein strukturiertes Bearbeiten der Werkstücke und eine kontinuierliche Wochenarbeitsleistung. Wir sind dadurch produktiver geworden“, schildert Remo Albisser. Durch die Automatisierungslösung verbraucht RIWAG heute weniger Lösungsmittel und Lacke, was die Prozesskosten gesenkt hat und die Umwelt schont. Auch die Mitarbeiter kommen mit der Anlage gut klar. Anfangs mussten sie sich an den Umgang mit Vakuumtechnik gewöhnen. „Nach einer Testphase ist das Vertrauen in Schmalz von allen Seiten sehr groß“, sagt Albisser.

Gute Noten gibt es auch für die Zusammenarbeit. „Schmalz hat mit der Projektbetreuung eine Punktlandung erzielt. Das System funktioniert reibungslos, ohne dass Nachbesserungen erforderlich sind – und das spart uns Zeit und Geld“, fasst Albisser zusammen. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hat gestimmt, und einer weiteren Kooperation steht nichts im Wege: „Wenn wir etwas Neues bauen, greifen wir wieder auf Vakuumtechnik von Schmalz zurück.“

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