Positiv-Energie-Unternehmen

Schmalz verfolgt das strategische Ziel, ein Positiv-Energie-Unternehmen zu sein. Das bedeutet, dass sich die Eigenerzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren, nachwachsenden Energiequellen und der Verbrauch im Unternehmen dauerhaft die Waage halten. Erreicht wird dies einerseits durch einen kontinuierlichen, verbrauchsorientierten Ausbau von Anlagen zur erneuerbaren Energieerzeugung. Andererseits ergreift Schmalz innovative Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Betrieb. Die Strom- und Wärmebilanz der vergangenen fünf Jahre zeigt, dass es möglich ist, dauerhaft den Energiebedarf und den Energieverbrauch in Einklang zu bringen.

Strom- und Wärmebilanz

Die Strom- und Wärmebilanz zeigt eine Gegenüberstellung der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen und des Energieverbrauchs. Die Bilanz weist in der langfristigen Betrachtung von fünf Jahren eine Deckung von 92 % des Energiebedarfs aus.

Die Strom- und Wärmebilanz zeigt eine Gegenüberstellung der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen und des Energieverbrauchs.
Strom- und Wärmebilanz 2011-2015

Regenerative Energieerzeugung

Die eigene Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen hat bei Schmalz jahrzehntelange Tradition. Aktuell setzt das Unternehmen auf folgende Energiequellen:

EnergiequelleWindkraftPhotovoltaikWasserkraftHolzhackschnitzel
(Biomasse)
Solar-
thermie
EnergieartStromStromStromWärmeWärme
Nutzung seit19992005191019861996
Jährlicher Energieertrag (Stand 2015)2.503.176 kWh1.260.761 kWh95.910 kWh1.197.800 kWh10.869 kWh
StandortGlatten /
Dunningen
Glatten / EmpfingenFirmenareal
Glatten
Firmenareal
Glatten
Firmenareal
Glatten

Reduzierung des Energieverbrauchs

Neben der Erzeugung von regenerativer Energie legt Schmalz großen Wert auf die permanente Reduzierung des eigenen Energiebedarfs. Eine Vielzahl kleiner wie auch großer Maßnahmen trägt bei Schmalz dazu bei, möglichst effizient mit Strom und Wärme umzugehen.

Einsparung von Strom

Strom wird nahezu überall im Unternehmen benötigt. Daher besteht hier großes Potenzial für die Ein sparung von Energie. Mit folgenden Maßnahmen zur Stromreduzierung trägt Schmalz zu einem geringen Energieverbrauch bei:

  • Die Bremsenergie der Regalbediengeräte des automatischen Kleinteilelagers wird rückgespeist und wieder genutzt.
  • Nicht benötigte Stromkreise werden nachts und am Wochenende abgeschaltet.
  • Die Beleuchtung in Büro- und Produktionsgebäuden wird tageslichtabhängig geregelt.
  • Es werden durchgehend energiesparende Leuchtmittel eingesetzt.
  • Nur besonders effiziente und energie sparende PC, Monitore und Peripheriegeräte werden ausgewählt.
  • Die firmenweite Drucklufterzeugung ist frequenzgeregelt und wird von einer Regelungssoftware überwacht; das Druckluft - niveau wurde um 1 bar abgesenkt.

Lastmanagement-System

Zur weiteren Optimierung des Energieverbrauchs wird ein wegweisendes Lastmanagement-System genutzt, welches Stromlastspitzen ausgleicht:

Kommt es zu einer Lastspitze, werden Verbraucher, die nicht dauerhaft eingeschaltet sein müssen, für mindestens fünf Minuten abgeschaltet oder deren Leistung reduziert. So wird effektiv Strom eingespart, während sich gleichzeitig durch die Vermeidung von Lastspitzen deutliche Kostenreduzierungen ergeben.

Einsparung von Wärme

Wärme gewinnt Schmalz überwiegend aus der firmeneigenen Holzhackschnitzelheizanlage. Dennoch hat auch hier die Verbrauchsreduzierung klare Priorität. Dazu wurden vielfältige Maßnahmen ergriffen:

  • Der IT-Serverraum wird durch Sprink ler wasser gekühlt. Das erwärmte Wasser wird im Sprinklerbecken gespei chert. Über eine Wärmepumpe wird die Wärme dem Wasser wieder entzogen und auf einem höheren Temperaturniveau an das Heiz system und die Waschanlage übergeben.
  • Die Abwärme der Druckluftkompressoren wird über einen Wärme tauscher dem Heiz verteiler und der Waschanlage zugeführt. Auch die Wärme der Hallenabluft wird über ein Wärmerad zurückgewonnen und der Hallenzuluft zugeführt.
  • Durch eine freie Außenluftkühlung konnte die Installation von Klimaanlagen weitestgehend vermieden werden. So erfolgt die Kühlung der Gebäude hauptsächlich nachts durch automatische Lamellen- und Dachfenster sowie zu ge schaltete Zuluftventi - latoren in den Hallen. Das 2014 neu gebaute Forschungs- und Versuchszentrum wird über eine Felsspaltkühlung optimal klimatisiert. Eine zentral an den Bearbei tungs maschinen in der Produktion installierte Absaugung sorgt im Sommer für geringe Luftbelastung und wenig Wärmeeintrag.
  • In der Produktion sowie in Teilen der Bürogebäude ist eine Niedrig tem peraturheizung im Einsatz.
  • Der große 40.000-Liter-Pufferspeicher der Holzhack schnitzel - heizanlage hilft, die Wärme über einen langen Zeitraum zu speichern, reduziert so die benötigten Schaltzyklen der Heizanlage und steigert deren Effizienz.
  • Die zentrale Steuerung von Heizung, Lüftung und Kühlung sorgt für eine optimale Abstimmung zwischen den Anlagen.
  • Die auf Produktions- und Bürogebäuden verbauten Nordlicht- Sheddächer sorgen für optimale Lichtverhältnisse und dienen gleichzeitig als Wärmeschutz im Sommer. Sie bilden zudem die Unterkonstruktion einer Photovoltaikanlage.
  • Die Gesamtenergieeffizienz des knapp 14.000 qm großen, zusammen hän genden Produktions- und Logistikgebäudes liegt 57% unter dem vorgegebenen Wert der Energieeinsparverordnung.

Energieselbstversorgung

Strom und Wärme bezieht Schmalz, wo technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll, direkt aus eigenen Energiequellen. Weil das Stromangebot an erneuerbaren Energien oft nicht mit dem Strombedarf übereinstimmt, wird ein Teil des selbst erzeugten Stroms ins öffentliche Netz eingespeist oder Fremdstrom von extern bezogen. Hierfür arbeitet Schmalz seit vielen Jahren mit den Elektrizitätswerken Schönau zusammen, einem vielfach ausgezeichneten Anbieter von reinem, CO2-neutralen Ökostrom.