Positiv-Energie-Unternehmen

Schmalz verfolgt das strategische Ziel, ein Positiv-Energie- Unternehmen zu sein: Das Unternehmen strebt an, die Eigenerzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen und den Verbrauch dauerhaft ausgeglichen zu gestalten. Schmalz erreicht dies durch den kontinuierlichen Ausbau von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung. Darüber hinaus ergreift Schmalz diverse Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.

Strom- und Wärmebilanz

Die Strom- und Wärmebilanz stellt erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen und Energieverbrauch gegenüber. Die Betrachtung über einen Fünfjahreszeitraum weist eine Deckung von 87% des Energiebedarfs aus.

Die Strom- und Wärmebilanz zeigt eine Gegenüberstellung der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen und des Energieverbrauchs.
Strom- und Wärmebilanz 2012 – 2016

Regenerative Energieerzeugung

Die eigene Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen hat bei Schmalz Tradition. Immer wieder kommen neue Anlagen hinzu. Die Tabelle zeigt den Ertrag der aktuell genutzten Energiequellen:

EnergiequelleWindkraftPhotovoltaikWasserkraftHolzhackschnitzel
(Biomasse)
Solar-
thermie
ArtStromStromStromWärmeWärme
Nutzung seit19992005191019861996
Jahresertrag 2016 in kWh1.949.9791.166.592127.2101.302.90010.869
StandortGlatten und
Dunningen
Glatten und EmpfingenGlattenGlattenGlatten

Reduzierung des Energieverbrauchs

Neben der eigenen Erzeugung regenerativer Energien achtet Schmalz auf eine stete Verringerung des eigenen Strom- und Wärmeverbrauchs durch zahlreiche Maßnahmen.

Einsparung von Strom

Nahezu überall im Unternehmen wird Strom benötigt. Entsprechend groß ist das Spektrum an Einsparmöglichkeiten.

  • Im automatischen Kleinteilelager wird die Bremsenergie der Regalbediengeräte rückgespeist und erneut genutzt.
  • Nachts und am Wochenende werden nicht benötigte Stromkreise abgeschaltet.
  • Die Beleuchtung im gesamten Unternehmen wird tageslichtabhängig geregelt.
  • Es werden ausschließlich energiesparende Leuchtmittel eingesetzt.
  • Es werden ausschließlich energiesparende PC-Monitore und Peripheriegeräte eingesetzt.
  • Die Drucklufterzeugung ist frequenzgeregelt und softwareüberwacht; so konnte das Druckluftniveau um 1 bar abgesenkt werden.

Lastmanagement-System

Zur weiteren Optimierung des Energieverbrauchs wird ein wegweisendes Lastmanagement-System genutzt, welches Stromlastspitzen ausgleicht:

Kommt es zu einer Lastspitze, werden Verbraucher, die nicht dauerhaft eingeschaltet sein müssen, für mindestens fünf Minuten abgeschaltet oder deren Leistung reduziert. So wird effektiv Strom eingespart, während sich gleichzeitig durch die Vermeidung von Lastspitzen deutliche Kostenreduzierungen ergeben.

Einsparung von Wärme

Schmalz gewinnt Wärme überwiegend aus der eigenen Holzhackschnitzel-Heizanlage. Zusätzlich legt Schmalz Wert auf Maßnahmen zur Verringerung des Wärmeverbrauchs.

  • Das Kommunikationscenter wird durch Wasser der naheliegenden Glatt gekühlt.
  • Der IT-Serverraum wird durch Sprinklerwasser gekühlt. Erwärmtes Wasser wird im Sprinklerbecken gespeichert. Eine Wärmepumpe entzieht dem Wasser die Wärme und überführt diese an Heizsystem und Waschanlage.
  • Ein Wärmetauscher leitet die Abwärme der Druckluftkompressoren an Heizverteiler und Waschanlage weiter. Warme Hallenabluft wird über ein Wärmerad zurückgewonnen und der Hallenzuluft zugeführt.
  • Eine freie Außenluftkühlung macht Klimaanlagen weitestgehend überflüssig. Die Gebäudekühlung erfolgt nachts durch automatische Lamellen- und Dachfenster sowie durch Zuluftventilatoren in den Hallen.
  • Eine Felsspaltkühlung klimatisiert das Forschungs- und Versuchszentrum. Eine zentrale Absaugung an den Bearbeitungsmaschinen der Produktion sorgt im Sommer für einen niedrigen Wärmeeintrag.
  • Der Pufferspeicher der Holzhackschnitzel- Heizanlage speichert Wärme und reduziert so die Schaltzyklen der Heizanlage.
  • Heizung, Lüftung und Kühlung sind durch eine zentrale Steuerung optimal aufeinander abgestimmt.
  • Die Gesamtenergieeffizienz des Produktions- und Logistikgebäudes liegt 57% unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung.

Energieselbstversorgung

Strom und Wärme bezieht Schmalz, wo technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll, direkt aus eigenen Energiequellen. Weil das Stromangebot an erneuerbaren Energien oft nicht mit dem Strombedarf übereinstimmt, wird ein Teil des selbst erzeugten Stroms ins öffentliche Netz eingespeist oder Fremdstrom von extern bezogen. Hier arbeitet Schmalz seit Jahren mit den Elektrizitätswerken Schönau zusammen, einem mehrfach ausgezeichneten Anbieter von reinem, CO2-neutralen Ökostrom.

Energieflüsse der J. Schmalz GmbH
Energieflüsse der J. Schmalz GmbH im Jahr 2016
*Näherungswert