Schmalz

Von der Überlastung bis zur dauerhaften Erwerbsunfähigkeit

Wer täglich Lasten hebt, trägt, schiebt oder zieht, stellt seinen Körper auf eine harte Probe. Oft unbemerkt und über Jahre hinweg - bis es zu spät ist. Rückenschmerzen, Gelenkprobleme und chronische Überlastungserkrankungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen körperlicher Arbeit. Insbesondere Fehlbelastungen im Beruf gelten als Treiber von Rückenleiden und anderen sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) – mit fast 25% die derzeit häufigste Ursache von Arbeitsunfähigkeit.
Manuelle Handhabung ohne ergonomische Unterstützung bedeutet für viele Mitarbeitende: zu schwere Lasten, falsche Bewegungsabläufe, ungünstige Haltungen - und langfristige gesundheitliche Risiken.

Zahlen, die für sich sprechen

162

Millionen Fehltage bedingt durch Muskel-Skelett-Erkrankungen.

21,5

Milliarden Euro jährliche Produktionsausfallkosten.

> 20.000

neue Rentenzugänge infolge von Muskel-Skelett- und Bindegewebserkrankungen.

20,8% 

der Diagnosetage durch Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Unsere Belegschaft ist der Garant für unseren großen Erfolg und wir unterstützen sie. Dazu gehört selbstverständlich, dass wir die körperliche Belastung reduzieren, wo immer es möglich ist.
∼ Frank Januschowski, Logistik-Leiter, FreiLacke

Gesundheitliche Folgen von unergonomischen Arbeitsplätzen

Unergonomische Arbeitsplätze führen nicht nur zu kurzfristigen Beschwerden, sondern können langfristig ernsthafte gesundheitliche Schäden verursachen. Diese Folgen betreffen verschiedene Körperregionen und wirken sich negativ auf das körperliche Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität der Mitarbeitenden aus. Schmerzen, Verspannungen und Erschöpfung sind oft nur die ersten Anzeichen. Werden die Ursachen nicht behoben, können daraus chronische Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeit resultieren. 

Unergonomische Arbeitsweisen belasten den ganzen Körper

Unergonomische Arbeitsweisen wirken sich nicht nur punktuell, sondern auf den gesamten Körper aus. Fehlhaltungen, wiederholte Bewegungen und einseitige Belastungen führen zu einer Kettenreaktion von Beschwerden, die verschiedene Körperregionen betreffen können. Von Nacken und Schultern über Rücken und Gelenke bis hin zum Herz-Kreislauf-System – die Folgen sind vielfältig und können die Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden nachhaltig beeinträchtigen. Folgende Körperregionen werden beim Heben, Halten und Tragen besonders beansprucht:

Unterer Rücken

Unterer Rücken

Ellenbogen

Ellenbogen

Handgelenke

Handgelenke

Hüfte

Hüfte

Nacken und oberer Rücken

Nacken und oberer Rücken

Schulter und Oberarme

Schulter und Oberarme

Knie

Knie

Gesundheit erhalten, Leistung sichern mit zertifizierter Ergonomie

Ergonomische Handhabungslösungen sind entscheidend, um den Körper gezielt zu entlasten, Beschwerden vorzubeugen und chronischen Erkrankungen entgegenzuwirken. Besonders in Arbeitsbereichen mit hoher körperlicher Belastung – wie etwa in Produktion und Logistik – ist eine ergonomisch gestaltete Arbeitsumgebung unverzichtbar.

Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. hat in Zusammenarbeit mit den beiden größten deutschen Rückenschulverbänden ein Gütesiegel etabliert, das als Orientierungshilfe bei der Beschaffung z. B. von Arbeitsmitteln dient. Alle Produkte, die das Gütesiegel tragen, haben ein detailliertes Vergabeverfahren durchlaufen. Vakuum-Hebegeräte von Schmalz sind mit dem Gütesiegel der AGR zertifiziert. Ein unabhängiges Expertengremium bestätigt: Vakuum-Hebegeräte fördern ergonomisches Heben, ermöglichen rückenschonendes Arbeiten, beschleunigen Abläufe und reduzieren krankheitsbedingte Ausfälle.

Mehr Informationen zum AGR-Gütesiegel

AGR zertifizierte Schmalz Produkte

Ihre Gesundheit ist unbezahlbar – Hebetechnik rechnet sich

Mit ergonomischer Hebetechnik lassen sich Belastungen deutlich reduzieren – und damit Ausfallzeiten sowie Kosten vermeiden.
Nutzen Sie den Amortisationsrechner und sehen Sie, wann sich die Anschaffung lohnt.

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Best Practise: Ergonomie und Gesundheit im Fokus

Wenn Gesundheit und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen, entstehen nachhaltige Erfolge: Unsere Best Practices zeigen, wie ergonomische Vakuum-Hebegeräte Mitarbeitende spürbar entlasten, ihre Leistungsfähigkeit beflügeln und ihnen mehr Power für anspruchsvolle Aufgaben geben – für weniger Fluktuation und ein zufriedeneres Team.

Kontakt

Bei Fragen sind wir Ihnen gerne behilflich.
Schmalz s.r.o.

Družstevní 2169
75301 Hranice

+420 581 621 021
schmalz@schmalz.cz
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Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, dass ein Arbeitsplatz ein Risiko für körperliche Überlastung birgt?

Ein Risiko für körperliche Überlastung zeigt sich an der Tätigkeit selbst – nicht erst an Beschwerden. Zwei Zugänge helfen bei der Einschätzung:

  • Am Arbeitsplatz beobachten: Als belastungskritisch gilt ein Arbeitsplatz, wenn wiederkehrend über Schulterhöhe oder unter Kniehöhe gehoben wird, Drehbewegungen unter Last auftreten, Lasten keine Griffmöglichkeit bieten oder Taktzeiten keine Erholungsphasen zulassen.
  • Systematisch bewerten: Die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG, ergänzt um die Leitmerkmalmethode der BAuA, macht Lastgewicht, Häufigkeit und Körperhaltung objektiv vergleichbar. Ergänzend liefern Krankenstand je Arbeitsstation und Feedback-Gespräche Hinweise.
Warum können Zwangshaltungen und sich wiederholende Bewegungen zu dauerhaften Schäden führen?

Zwangshaltungen und sich wiederholende Bewegungen können dauerhafte Schäden verursachen, wenn die Belastung die Erholungsfähigkeit von Muskeln, Sehnen und Gelenken übersteigt. Drei Wirkmechanismen sind dafür verantwortlich:

  • Mangeldurchblutung bei statischer Belastung: Anhaltende Muskelanspannung komprimiert die blutversorgenden Gefäße. Die daraus resultierende Mangelversorgung mit Sauerstoff kann zu Gewebeübersäuerung und verhärteten Muskelpartien (Myogelosen) führen.
  • Mikrotraumatisierung durch Repetition: Gleichförmige Bewegungen erzeugen kleinste Geweberisse in Sehnen, Muskeln und Bändern. Reichen die Erholungsphasen nicht aus, summieren sich diese Mikrotraumen zu chronischen Entzündungen wie einer Sehnenscheidenentzündung.
  • Degeneration von Knorpel und Bandscheiben: Eine einseitige Druckverteilung im Gelenk wirkt punktuell besonders stark. Knorpel und Bandscheiben können dadurch ihre Pufferfunktion verlieren, was den natürlichen Verschleiß beschleunigt.

Entscheidend ist das Verhältnis von Belastung und Erholung: Bleiben Pausen und ergonomische Entlastung aus, können aus reversiblen Beschwerden dauerhafte Strukturschäden werden.

Was sind Muskel-Skelett-Erkrankungen und wie entstehen sie bei der Arbeit?

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) sind Beschwerden und Verschleißerscheinungen an Muskeln, Sehnen, Bändern, Gelenken und der Wirbelsäule. Anders als ein Arbeitsunfall entstehen sie nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern schleichend über Monate oder Jahre. Typische Krankheitsbilder sind Bandscheibenschäden, Arthrose, Sehnenscheidenentzündungen und das Karpaltunnelsyndrom.

Bei manuellen Arbeitsprozessen entstehen sie durch das Zusammenspiel von drei Faktoren:

  • Krafteinsatz: Heben, Tragen, Ziehen und Schieben ohne mechanische Unterstützung.
  • Körperhaltung: Bücken, Verdrehen des Oberkörpers oder Arbeiten über Kopf.
  • Dauer und Wiederholung: Gleichförmige Abläufe ohne ausreichende Erholungsphasen.

Entscheidend ist die Kombination: Erst wenn mehrere Faktoren zusammentreffen und über längere Zeit einwirken, entwickeln sich aus vorübergehenden Beschwerden dauerhafte Schäden.

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